Erfahrungsbericht
Interview mit Daniel Oehr
Daniel Oehr hat nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften von November 2002 bis Dezember 2003 bei E.ON Kraftwerke das kaufmännische Traineeprogramm durchlaufen. Heute ist er kaufmännischer Projektleiter für den Bau eines neuen Kraftwerks.
Die Fragen stellte Vera Untiedt, seit 01.08.2005 Trainee bei E.ON Kraftwerke.
Daniel, wieso hast Du Dich nach dem Studium gerade bei E.ON Kraftwerke beworben?
Von dem Traineeprogramm bei E.ON Kraftwerke habe ich bei einer Uni-Veranstaltung erfah-
ren. Bei näherer Beschäftigung mit dem Unternehmen und dem Konzern habe ich gemerkt: die strategischen Ziele von E.ON sind sehr spannend, da entwickelt sich was. Ich sehe hier große Chancen für junge Absolventen, interessante und verantwortungsvolle Tätigkeiten zu übernehmen.
Als Trainee bei E.ON Kraftwerke arbeitet man in unterschiedlichen Funktionen an verschiedenen Standorten. Wie war das bei Dir?
Ich habe insgesamt sechs Stationen durchlaufen: In einem der kaufmännischen Regionalzentren arbeitete ich in der Materialwirtschaft. Bei der BKB, einem Tochterunternehmen der E.ON Kraftwerke, ging es um Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Weitere Schritte folgten in den Bereichen Operatives Controlling, Unternehmenscontrolling und Personalcontrolling. Bei der E.ON Energie in München habe ich den Bereich Kraftwerkssteuerung Inland kennen gelernt.
Gab es auch einen Aufenthalt im Ausland?
Ja, ich war im Bereich Finance bei Powergen in England, der heutigen E.ON UK. Der Konzern bietet auch diverse andere Möglichkeiten, z. B. in Osteuropa, Skandinavien oder den USA. Insgesamt habe ich in dieser Zeit unheimlich viel gelernt und einen guten Überblick über den Konzern gewonnen.
War der Ablauf des Programms von vorneherein festgelegt oder konntest Du Deine eigenen Interessen einbringen?
Es gab einen Vorschlag seitens E.ON Kraftwerke, den mein Traineebetreuer zu Beginn des Programms mit mir diskutierte. Aber auch später konnte ich noch auf den Verlauf des Programms Einfluss nehmen.
Wie bist Du in den Stationen aufgenommen worden und womit hast Du Dich beschäftigt?
Überall wo ich war, wurde ich von den Kollegen herzlich aufgenommen. Fachlich war jeder Standort interessant - ich wurde in die Alltagsarbeit eingebunden und bekam ein gutes Bild über die einzelnen Tätigkeitsfelder. Gleichzeitig konnte ich auch eigenverantwortlich kleinere Projekte bearbeiten.
Wurden Weiterbildungsmaßnahmen angeboten?
Ja, klar. Wenn man in das Fortbildungsprogramm der E.ON schaut, dann gibt es dort vielfältigste Möglichkeiten, sich gezielt auf bestimmte Anforderungen hin fort zu bilden. Ich habe während meiner Traineezeit drei Seminare besucht.
Wie hat sich bei Dir nach Ablauf des Traineeprogramms der Übergang zur Festanstellung gestaltet?
Eine Traineestation schließt jedes Mal mit einem Feedback-Gespräch mit dem jeweiligen Fachbetreuer vor Ort ab. Daneben fanden regelmäßige Gespräche mit meinem Traineebetreuer statt. Wir haben schon während des Traineeprogramms gemeinsam über mögliche Perspektiven gesprochen.
Im Rückblick: hältst Du einen Berufseinstieg als Trainee im Vergleich zum Direkteinstieg für sinnvoll?
Ich würde ein Traineeprogramm einem Direkteinstieg immer vorziehen. Beim Direkteinstieg ist der fachliche Fokus ziemlich eingegrenzt. Ich dagegen hatte die Möglichkeit, viele Bereiche, Standorte und Ansprechpartner kennen zu lernen und mir dadurch ein umfangreiches Netzwerk aufzubauen. Dies war eine Art Orientierungszeit, die sich auch bei meiner jetzigen Tätigkeit als sehr nützlich erweist.