Neue Energie aus Steinkohle in Antwerpen (Belgien)

Modell Kraftwerk Gönyü

Gesellschaft


E.ON Kraftwerke verfügt über langjährige Erfahrung mit dem Bau konventioneller Kraftwerke – immer nach dem neuesten Stand der Technik. So plant E.ON Kraftwerke auch im Antwerpener Hafen ein neues Steinkohlekraftwerk zu errichten.

 

Strommarkt


Der belgische Elektrizitätsmarkt zeichnet sich durch folgende Charakteristik aus: Ein Großteil der Leistung wird über die staatliche Organisation "Creg" reguliert. Der aktuelle Energiereport dieser Institution macht deutlich, dass dringend neue Kapazitäten erforderlich sind, um die Stromversorgung sicherzustellen - Besonders vor dem Hintergrund, dass Belgien bis 2015 einen Ausstieg aus der Kernenergie plant, die circa 50 Prozent der erzeugten Energie ausmacht. Zudem sind viele belgische Steinkohlekraftwerke mittlerweile "veraltet" mit einem Wirkungsgrad von 36 Prozent oder sogar weniger.

 

Region


Am Antwerpener Hafen ist ein großes Industriegebiet angesiedelt. Der Schwerpunkt des Gebiets liegt auf der petrochemischen Industrie, die ein großer Abnehmer von Elektrizität und Dampf ist. Die Nähe zum Fluß "Schelde" – nahe der Nordsee – verschafft große Vorteile hinsichtlich der Kühlwasserversorgung. Aufgrund der idealen Lage ist kein Kühlturm erforderlich und die Leistung der Anlagen ist deutlich höher als die von Kraftwerken im Binnenland. Dank des tiefen Wassers haben große Seeschiffe Zugang zu dem Kohleterminal neben dem Standort. Diese Charakteristika machen Antwerpen weltweit zu einem bevorzugten Standort für kohlebetriebene Kraftwerke.

 

Kraftwerk

 

Das neue Steinkohlekraftwerk ist unter dem Namen "Antwerp Power Plant" (APP) bekannt. Die neue Anlage hat eine Bruttokapazität von 1.100 MW. Das Budget beläuft sich auf 1,2 Milliarden Euro. Der aktuelle Zeitplan sieht das Jahr 2010 als Baubeginn vor. Die Anlage wird 2014 oder spätestens 2015 betriebsbereit sein. Es besteht die Möglichkeit, in dem Kraftwerk Biomasse zu verbrennen. Zudem ist das Kraftwerk derart ausgestattet, dass es Wärme an die Industrie- und Wohngebiete in der Gegend liefern kann. Ein besonderes Merkmal ist die "Auffangbereitschaft" des APP. Das bedeutet, dass Maßnahmen getroffen wurden, um die Anlage für das Auffangen von CO2 auszustatten.

 

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