Mehr Energie aus weniger Brennstoff

Steinkohle Effizienzsteigerung

Bereits heute wird aus einem Kilogramm Steinkohle doppelt so viel Strom erzeugt wie in den 50er Jahren. Aber unsere Ziele sind höher gesteckt. E.ON Kraftwerke will den Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weiter steigern, um damit Ressourcen zu sparen und gleichzeitig CO2-Emissionen zu verringern.

 

E.ON Kraftwerke als Vorreiter

 

Bemühungen um mehr Effizienz in der Kraftwerkstechnik gibt es auf der ganzen Welt. Weltweit einzigartig wird es jedoch sein, dass E.ON Kraftwerke das erste große Kohlekraftwerk mit völlig neuen Werkstoffen und einer Leistung von rund 500 Megawatt errichtet.

 

In der Anlage COMTES700 im Kraftwerk Scholven werden dafür Bauteile und Komponenten getestet, die einer Dampftemperatur von 700°C und einem Druck von 350 bar standhalten. Das ist eine wichtige Voraussetzung, denn höhere Temperaturen und Drücke sind der Schlüssel zu höheren Wirkungsgraden. Möglich wird dies durch Werkstoffe aus Nickelbasislegierungen, die belastbarer als Stahl und im Kraftwerksanlagenbau völlig neuartig sind.

 

Ziel ist es, einen Wirkungsgrad von mehr als 50 Prozent zu erreichen, was einen wesentlichen Fortschritt in der Kraftwerkstechnik bedeutet. Bisher erreichen moderne Anlagen Wirkungsgrade von 46 Prozent. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei 38 Prozent. Dadurch werden nicht nur Brennstoffe, sondern auch 750.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart.

 

Der geplante Standort für dieses Kraftwerk der Zukunft ist Wilhelmshaven. Neben den laufenden Forschungsprojekten werden wir bis Ende 2008 die Anlagenplanung für dieses "Projekt Kraftwerk 50plus" abgeschlossen haben und bereits in 2010 mit dem Bau der Anlage beginnen. Im Jahr 2014 planen wir das weltweit einzigartige Kraftwerk in Betrieb nehmen und den Startschuss für eine neue Ära der Kohleverstromung zu geben.

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