Innovative Fertigungsverfahren für Rohrleitungen und Armaturen
E.ON Kraftwerke führt im Rahmen des Demonstrationsvorhabens „Projekt Kraftwerk 50plus“ eine Vielzahl von werkstofftechnischen Untersuchungen durch. Neben den Hauptkomponenten wie Dampfturbine und Dampferzeuger sind die Rohrleitungen und Armaturen essentielle Bestandteile eines Dampfkraftwerks. Demnach muss der Einsatz neuer Werkstoffe hier besonders gründlich geprüft werden.
Für einen sicheren Betrieb des geplanten 700°C-Demo-Kraftwerks mit einem Wirkungsgrad von 50 Prozent testet E.ON Kraftwerke in den hochbeanspruchten Bereichen den Einsatz nickelbasierter Werkstoffe. Bisherige Erfahrungen der Hersteller mit den neuen Werkstoffen beschränken sich auf die Fertigung von Rohrleitungen und Armaturen kleinerer Durchmesser und Wanddicken. Um dem hohem Druck von 350 bar standzuhalten, müssen die Rohre und Armaturen wesentlich höhere Wandstärken (bis zu rund 80 mm für die Frischdampfleitung) aufweisen. Hierfür testet E.ON Kraftwerke verschiedene Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren. Für einen späteren Einbau der Rohrleitungen und Sicherheitseinrichtungen in die Anlage werden darüber hinaus im Vorfeld Schweißversuche an den Nickelbasiswerkstoffen durchgeführt.