Die richtige Balance
Stromnachfrage und Stromerzeugung müssen sich im Gleichgewicht befinden. Nur so kann Strom zu jeder Zeit und an jedem Ort ausreichend verfügbar sein. Das setzt eine sorgfältige Koordinierung voraus, da Strom sich nicht lagern lässt. Er muss zum Zeitpunkt seines Gebrauchs erzeugt werden.
Unsere Fachleute registrieren den wechselnden Strombedarf des Tages und setzen danach die Kraftwerke so wirtschaftlich wie möglich ein. Dabei wird zwischen drei Leistungsbereichen unterschieden:
Grundlastkraftwerke
Diese arbeiten rund um die Uhr. Es sind Kraftwerke, die mit besonders kostengünstiger Primärenergie betrieben werden. In der Grundlast werden vor allem Laufwasser-, Braunkohle- und Kernkraftwerke eingesetzt.
Mittellastkraftwerke
Sie sind im Betrieb flexibler, können also schneller zu- und abgeschaltet werden. Ihre Baukosten sind niedriger, ihre Energiekosten hingegen höher als die der Grundlastkraftwerke. Zu dieser Gruppe gehören vor allem Steinkohle-, zum Teil auch Erdgas- und Ölkraftwerke.
Spitzenlastkraftwerke
Sie starten aus dem Stand minutenschnell auf Höchstleistung. Weil sie nur in kurzen Zeiten des Spitzenbedarfs arbeiten, spielen ihre Betriebskosten nur eine untergeordnete Rolle. Spitzenlastkraftwerke sind zum Beispiel Gasturbinen-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke.